Sage 100 Partner wechseln

Warum Unternehmen wechseln – die häufigsten Signale
- Lange Reaktionszeiten, fehlende Roadmaps
- Teure Kleinänderungen, aber wenig messbarer Nutzen
- Keine proaktive Beratung zu Updates/Modulen
- Engpässe bei Schnittstellen (Shop, DMS, BI)
Der 6-Schritte-Fahrplan für Ihren Partnerwechsel
Ausgangslage klären
Module, Benutzer, Add-ons, Customizing, Fremdtools.
Daten- & Prozessinventur
Belege, Bewegungs-/Stammdaten, Archiv, Berechtigungen.
Zielbild definieren
„Fast Follower“ (Status quo stabilisieren) vs. „Value Push“ (Optimierung/Automatisierung).
Auswahl & PoC
1–2 Kandidaten shortlist, Mini-Proof-of-Concept (z. B. kritische Buchung/Workflow).
Wechselprojekt
Zeitplan, Go-Live-Fenster, Fallback, Schulung.
Stabilisierung
Hypercare, KPI-Monitoring (z. B. Belegdurchlaufzeiten).
Praxis Tipp
Gute Partner arbeiten mit klaren Servicepaketen (SLAs, Reaktionszeiten) und weisen verlässlich Referenzen aus. Unsere aktuelle Partnerliste hilft Ihnen bei der Orientierung und regionaler Auswahl Ihres künftigen Sage Partners.
Risiken & wie Sie sie entschärfen
Dateninkonsistenzen
Einer der häufigsten Stolpersteine beim Partnerwechsel oder System-Upgrade sind unklare oder widersprüchliche Datenbestände. Vermeiden Sie Überraschungen durch konsequente Vor- und Nach-Migrationstests: Definieren Sie Prüffälle, führen Sie Prüflisten für Stammdaten und Bewegungsdaten und dokumentieren Sie Abgleichsummen (z. B. Offene Posten, Lagerwerte, Debitorensalden). So erkennen Sie Abweichungen frühzeitig und können zielgerichtet nachsteuern.
Downtime
Produktionsunterbrechungen lassen sich minimieren, wenn der Go-Live bewusst geplant wird. Ein Weekend-Cutover reduziert das Risiko für das Tagesgeschäft. Ergänzend benötigen Sie einen belastbaren Fallback-Plan (Rückbau auf alten Stand) sowie Lesereplikate, über die kritische Informationen während des Cutovers weiterhin eingesehen werden können. Ergebnis: hohe Verfügbarkeit bei maximaler Sicherheit.
Customizing-Brüche
Individuelle Anpassungen sind wertvoll – brechen aber schnell, wenn sie unkoordiniert migriert werden. Setzen Sie vor dem Wechsel einen Code-Freeze, richten Sie eine Testumgebung mit repräsentativen Daten ein und führen Sie einen strukturierten Doku-Transfer (Quellcode, Schnittstellenbeschreibungen, Release-Notizen) durch. Das sichert Updatefähigkeit und reduziert Nacharbeiten.
Budgetdrift
Projekte eskalieren selten plötzlich, sondern schleichend. Ein Change-Board prüft Änderungswünsche auf Nutzen, Aufwand und Terminwirkung. Time-&-Material-Caps begrenzen das Kostenrisiko je Iteration. Verknüpfen Sie Rechnungsfreigaben mit Meilensteinen, um Liefergegenstände und Qualität abzusichern. So bleibt das Projekt wirtschaftlich auf Kurs.
Typische Use-Cases für Zusatzprogrammierung (Sage 100)
EDI/Shop-Anbindung (B2B/B2C)
Verbinden Sie Sage 100 mit Shops, Marktplätzen und EDI-Partnern. Automatisierte Auftrags- und Bestandsprozesse reduzieren Tippfehler, beschleunigen Lieferzeiten und schaffen Transparenz in Pricing, Verfügbarkeiten und Retouren. Ergebnis: weniger manuelle Eingriffe, stabilere Durchlaufzeiten.
DMS/Archiv mit Berechtigungen & GoBD-Kontext
Ein integriertes Dokumentenmanagement sorgt für revisionssichere Ablage von Belegen, Verträgen und Korrespondenz – inklusive Rollen- und Rechtekonzept. In Kombination mit GoBD-konformen Prozessen schaffen Sie Nachvollziehbarkeit, verkürzen Recherchezeiten und erleichtern Audits.
BI/Reporting (Deckungsbeiträge, Liquiditätsvorschau)
Individuelle Berichte und Dashboards liefern konkrete Steuerungsinformationen: von Deckungsbeiträgen nach Produkt/Segment bis zur Liquiditätsvorschau. Drill-downs in Belege, zeitliche Vergleiche und Warnschwellen machen Abweichungen früh sichtbar und verbessern die Entscheidungsqualität.
Automatisierte Workflows (Freigaben, Mahnwesen)
Digitalisierte Freigabeprozesse (Einkauf/Verkauf) und ein intelligentes Mahnwesen entlasten Teams spürbar. Regeln, Eskalationen und Aufgabenlisten sorgen für klare Zuständigkeiten und schnellere Reaktionszeiten. So steigt die Prozesssicherheit – und der Cashflow profitiert.
Häufig gestellte Fragen zu Sage 100 Partnerwechsel
Wie lange dauert ein Partnerwechsel?
Je nach Komplexität. Zwischen wenigen Wochen (eher üblich) und mehreren Monaten bei starkem Customizing – abhängig von Tests, Schulung und Go-Live-Vorgaben.
Bleiben alle Anpassungen erhalten?
Ja, sofern Quellcode/Doku vorliegen. Empfehlenswert ist ein Refactoring-Audit.
Haben wir während des Wechsels Stillstand?
Nein. Mit sauberem Cutover & Fallback vermeiden Sie produktive Unterbrechungen.
Was kostet der Wechsel?
Von Fixpaketen bis Time-&-Material. Wichtig sind klare Meilensteine & Caps.
Wie finde ich verlässliche Sage-Partner?
Am besten bei uns nachschauen 🙂 Bei uns können Sie im gesamten DACH Gebiet nach top Sage Partnern suchen. Das Beste: Auf wunsch übernehmen wir für Sie Koordination, oder Erstgespräche.